Hundefreundlicher Garten

Gartenparadies für Hunde?

Es geht so einfach! Wenn Sie in ein Haus oder in eine Wohnung mit Garten ziehen, Ihren Garten für den Sommer neu gestalten möchten, oder zum ersten Mal einen Hund halten werden, sind Sie hier genau richtig. Lesen Sie hier, wie Sie ihren heimischen Garten zu einem echten Hundeparadies verwandeln können!

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Spaß, Spannung und Spiel: Das ist für Hunde der eigene Garten. Hier können die vierbeinigen Mitbewohner nach Herzenslust toben, Fährten entdecken und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Dabei ist nicht nur wichtig, den Garten hundefreundlich anzulegen, sondern auch auf Fragen der Sicherheit zu achten und dem Hund Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Dabei soll der Garten natürlich auch noch ein Wohlfühlort für Menschen bleiben. Mit genug Planung, ausreichend Recherche und Geduld gelingt ein guter Kompromiss. Lesen Sie hier, welche Tipps und Tricks Sie anwenden können und wie Sie den Garten zu einem wahrlich echten Hundeparadies verwandeln können.

Hundefreundlicher Garten - wozu?

Ein Garten ist nicht nur für Mensch ein wunderbares Plätzchen um frische Luft zu schnappen, im Sommer mit Freunden zu grillen, seinen grünen Daumen einzusetzen oder einfach zu entspannen. Auch unsere Vierbeiner lieben die Zeit in der frischen Luft und toben sich aus.

Was ein Garten für Hunde zu bieten hat

  • Ein eigener Garten kann im Notfall, wie beispielsweise Krankheit des Halters oder Hundes, kurze „Pipirunden“ mit dem Hund ersetzen.
  • Da man im Garten nicht mit Leine ins Freie gehen muss, lernen Welpen mit weniger Aufwand die Stubenreinheit.
  • Außerdem bietet der Garten sicheren Auslauf ohne Leine für jagende, ängstliche oder noch nicht erzogene Hunde.
  • Der Garten bietet viele Möglichkeiten für hundgerechte Beschäftigungen

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Achtung! Was ein Garten nicht kann:

  • Den Gassigang komplett ersetzen! Ein Hund braucht neue Gerüche, soziale Kontakte, fremde Geräusche und Herausforderungen
  • Ein dauerhafter Aufenthaltsort sein. Den Hund keineswegs für längere Zeit sich selbst im Garten überlassen. So können sich Verhaltensweisen wie Bellen am Gartenzaun festigen.

Safety first! So vermeiden Sie Gefahrenquellen im Garten

Damit Sie und Ihr Vierbeiner die Vorteile eines hundefreundlichen Gartens auch entspannt gemeinsam nutzen können, müssen natürlich einige Sicherheitsaspekte beachtet werden.

An erster Stelle auf der Sicherheitsliste steht ein stabiler Zaun, der mindestens 1,20 Meter hoch und so eng sein sollte, dass weder kleine Hunderassen noch Welpen hindurchschlüpfen können. Ein schmales, leicht erhöhtes Beet entlang des Zauns oder ein etwa 15 Zentimeter tief eingegrabener Maschendraht verhindern ein verbotenes Durchbuddeln auf die andere Seite. Vor Allem junge, neugierige Welpen müssen ihre Umwelt erst kennenlernen. Sichern Sie daher das Werkzeug und Kabel, wie zum Beispiel von Gartenleuchten, die sonst als gefährliches Spielzeug genutzt werden könnten.

 

Unvermeidbar sind leider Zecken im Garten, welche sich auf unseren Vierbeiner festsetzen. Beugen Sie Zeckenbefall durch kurz gehaltenes Gras vor und wenn nötig, versorgen Sie Ihren Hund mit einem geeigneten Zeckenschutzmittel. Als Unterstützung und Vorbeugung können auch natürliche Mittel wie z.B. von Na-tierlich gegeben werden. Zeckenfrei trägt zur natürlichen Unterstützung in der Zeckensaison bei. Das beinhaltete Zistrosekraut fördert die Stärkung des Immunsystems sowie die Abschreckung von Zecken. Die Bierhefe dient zur Unterstützung des Hautmilieus des Hundes. Zusammen sollen diese beiden Inhaltsstoffe den Geruch des Hundes verändern und für Zecken unangenehm sein. Verirrt sich dennoch eine Zecke in das Fell, soll sie aufgrund des abschreckenden Geruchs nicht gleich zubeißen und Sie haben länger Zeit, die Zecken aus dem Fell abzusammeln.

Weiters aufpassen muss man, wenn man Dünger im Garten verwendet. Dünger ist schädlich für Hunde! Sollten Sie Ihren Garten düngen, lassen Sie Ihren Hund nicht sofort in den Garten. Warten Sie, bis sich der Dünger im Boden auflöst oder verwenden Sie natürliche Produkte. Bewahren Sie die Düngerpackung sicher außer Reichweite auf.

Genauso sind Pflanzenschutzmittel, Schneckenkorn und ähnliches tabu. Sichern Sie auch Ihren Komposthaufen, da viele kompostierbare Abfälle ( wie z.B Kaffeesatz oder geschimmelte Reste) für Ihren Hund gefährlich werden können.

 

Giftige Früchte und Pflanzen

Dies ist nur eine Auswahl, an den meist verbreiteten Pflanzen, Bäume, Früchte und Sträucher, welche für Ihren Vierbeiner gefährlich sein können. Bevor Sie etwas in den Garten einpflanzen, informieren Sie sich, ob es auch wirklich ungefährlich und ungiftig für das vierbeinige Familienmitglied ist.

  • Giftige Früchte: rohe Hülsenfrüchte, rohe Kartoffeln, Zwiebel, Weintrauben, vergorenes Fallobst, Kerne von Steinobst
  • Giftige Bäume und Sträucher: Holunder, Eibe, Goldregen, Holunder, etc.
  • Giftige Heckenpflanzen: Kirschlorbeer, Buchsbaum, Thuja
  • Giftige Zierpflanzen: Tulpengewächse (Narzisse, Korkus, Tulpe), Rhododendron, Eisenhut, Oleander, Engelstrompete, etc.

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Wunschliste für den idealen Hundegarten

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petWALK Hundetüre

Die Tür zur Freiheit! Mit einer automatischen petWALK Hundetüre ermöglichen Sie Ihrem Hund unabhängig in den Garten zu gelangen. Der Vierbeiner kann die Türe einfach mit einem RFID Chip am Halsband öffnen und die Türe schließt danach automatisch. Sie können geregelte Uhrzeiten einstellen und die Türe, wenn erwünscht, sogar mit Ihrem Sprachassistenten verbinden und nutzen. Oder Sie bedienen sie ganz einfach mit der Fernbedienung oder App am Handy. Ein eigener Ausgang für Ihren Hund sorgt für etwas Abwechslung und ist eine große Unterstützung im Alltag.

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Fläche zum Toben und Rennen

Damit Ihr Vierbeiner im Garten laufen und spielen kann, sollte genügend freie Fläche vorhanden sein. Wird ein neuer Garten angelegt, wählen Sie eine extrem robuste Rasensorte, wie z.B. hitzebeständigen Spiel- oder Sportrasen. Stellen Sie sich darauf ein, dass vor allem bei größeren und aktiven Hunden kein perfekter Zierrasen möglich sein wird. Vorsicht gilt beim Düngen des Rasens! 

Gras fressen bei Hunden?

Hin und wieder kommt es vor, dass unsere Vierbeiner Gras fressen. Es besteht kein Grund zur Sorge, da das ein natürliches Verhalten ist, Ballaststoffe liefert und die Magen-Darmreinigung fördert. Bedenklich wird es, wenn zum exzessiven Fressen von Gras kommt, das zu Magen-Darm-Problemen führen kann. Für Hunde, die nur ab und an Gras zupfen möchten, können Sie bewusst eine Ecke mit höherem Gras stehen lassen.

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Buddelecke

Um das schöne Beet im Garten zu verschonen eignen sich eigene Buddelecken, in welchen der Hund dieses natürliche Verhalten ausleben kann. Die Buddelecke kann entweder ein Bereich im Garten, oder eine große Kiste, beispielsweise ein Sandkasten ein. Achten Sie aber darauf, dass der Bereich im Hochsommer nicht in der prallen Sonne liegt.

Bieten Sie den Buddel-Fans auch Abwechslung an. Eine große Fläche mit einer tiefen Schicht Erde, Laub oder Sand lässt das Hundeherz schneller schlagen. Buddelt der Hund an anderen Stellen, animieren Sie ihn freudig, stattdessen in der Buddelecke weiterzumachen. Damit Ihr Vierbeiner die Ecke auch freiwillig und gerne nutzt, führen Sie ihn nicht als Strafe oder streng zur Buddelecke.

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Hundetoilette

Wenn der Hund sein Geschäft im Garten verrichten darf, kann ein separater Platz dafür antrainiert werden. Das vermeidet gelbe Urinflecken im Rasen und das Geschäft landet immer an der gleichen Stelle. Der eigene Bereich für den Vierbeiner sollte deutlich abgegrenzt sein. Am besten Sie wählen eine Stelle, an welcher er sowieso oft sein Geschäft macht. Die Oberfläche kann mit Rasen, Erde, Sand und sogar mit Rindermulch bedeckt sein. Achten Sie vor allem bei Rüden auch, dass Büsche oder Bäume als Pinkelstellen vorhanden sind.

Die Benutzung dieser Ecke muss mit viel Geduld geübt werden und positiv aufgebaut werden. Bestätigen Sie Ihren Hund mit viel Lob, wenn er in der richtigen Ecke sein Geschäft verrichtet hat. Sie können anfangs auch etwas nachhelfen, indem Sie den Hund einige Tage lang im Garten an der Leine lassen und ihn zur richtigen Ecke führen.

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Schatten und Orte der Entspannung

Ein Hund ruht jeden Tag bis zu 20 Stunden. Wenn Sie viel Zeit im Garten verbringen, bieten Sie Ihrem Hund dort ebenfalls Ruheplätze an. Um den Lieblingsplatz Ihres Vierbeiners zu finden, eignen sich folgende Tipps:

  • Verschönern Sie kuschlige Liegeplätze mit speziellen Outdoor-Hundedecken und Hundekissen. Oder stellen Sie an geschützte, trockene Stellen tagsüber ein normales Hundekörbchen hin.
  • Hunde liegen gerne auf erhöhten Plätzen, von denen aus sie die Umgebung beobachten können.
  • Nicht jeder ist Freund der herkömmlichen Hundehütte, sie kann allerdings Schatten spenden und einen geschützten Rückzugsort bieten.
  • Ebenso kann man mit Bäumen oder großen Sträuchern, Sonnenschirmen, hohen Sichtschutzwänden oder mit Sonnensegeln genug Schatten schaffen.
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Beschäftigung, Spiel und Spaß

Für viele Hunde bedeutet ein Ausflug in den Garten einfach nur Spiel und Spaß. Es gibt viele Möglichkeiten, den Garten mit einfachen Mitteln entsprechend hundefreundlich zu gestalten.

Eine Lieblingsbeschäftigung vieler Hunde ist sicher Dinge zu Erschnüffeln. Leckerlies, Spielzeuge oder ein Futterbeutel eignen sich gut für aufregende Suchstrecken.

Wenn Ihr Hund nicht in einem Agility Hundesport Verein trainiert, können Sie ganz nach Ihrem Geschmack einen improvisierten Parcours im Garten erstellen. Je nach Alter, Größe und Fitness des Hundes eignen sich gekaufte Tunnel, Hürden oder Slalomstangen. Ausreichend sind aber auch Stöcke, Gartenbänke, Steine oder Baumstämme, um den Hund zum Hochspringen oder Aufspringen zu animieren.

Achtung: unbedingt auf Sicherheit achten! Die Hindernisse dürfen keineswegs kippen oder einstürzen. Oberflächen sollten rutschfest sein. Achten Sie auch darauf, Ihren Hund nicht zu überlasten. Besonders bei älteren Hunden sollte man auf einfache Übungen setzen, welche die Koordination und Fitness fördern, aber die Gelenke weniger belasten. Sie können ältere Vierbeiner daher langsam über niedrige Hindernisse steigen oder balancieren lassen.

Besonders ältere Tiere profitieren von einem ständigen Zugang ins Freie. So können sie auch für kurze Runden in den Garten raus und wenn sie müde werden, einfach wieder zurück ins Haus. Man kann auch versuchen, den Hund mit Futterzugaben wie Bewegungsfreude zu unterstützen. Die Zusammensetzung von Weidenrinde, Brennnesselblätter, Johannisbeerblätter soll Muskeln und Gelenke stärken. 

 

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Tabuzonen

Je nach Gartengestaltung und Hund sind manchmal Tabuzonen nötig. Einige Hunde, gerade Welpen und Junghunde, nagen an Ästen, beißen an Pflanzen, andere wiederum buddeln exzessiv. Beete, Teiche, Bereiche mit essbaren, giftigen oder teuren Spezialpflanzen sollte man daher für den Hund als Tabuzone festlegen. So wie bei den anderen bereits erwähnten Bereichen, erfordert das Antrainieren von Fernhalten der Tabuzonen außerordentliche Geduld.

Einfacher für den Hund zu akzeptieren sind Tabuzonen, wenn eine optische Grenze wie beispielsweise eine erhöhte Beetumrandung, niedrige Hecken oder ein niedriger Zaun vorhanden ist. Diese sorgen auch beim Spielen dafür, dass die Tabuzone besser wahrgenommen werden kann.

Michaela Strohmayer

Michaela Strohmayer

Die Empfehlungen stammen von der tierschutzqualifizierten Hundetrainerin und staatlich beauftragten Therapiebegleithundeprüferin Michaela Strohmayer.

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