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Urlaub mit Hund

Und wer nimmt den Hund?

Sommer, Sonne, Sonnenschein! Sobald die Temperaturen ansteigen, können wir es kaum erwarten, endlich zu verreisen. Aber Urlaub ohne seinem geliebten Haustier? Für manche Hundebesitzer unvorstellbar. Verreisen mit Hund muss nicht immer aufwendig und stressig sein – wenn man alles gut plant! Erfahren Sie hier worauf Sie bei der gemeinsamen Reise achten müssen.

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Wer nimmt den Hund während Sie auf Urlaub fahren? Oft bietet sich ein lieber Nachbar oder ein Familienmitglied für die Urlaubsbetreuung des Hundes an. Aber warum voneinander trennen? Der Urlaub mit einem vierbeinigen Gefährte kann nicht nur abwechslungsreich und abenteuerlich sein, sondern erübrigt auch die Frage, wer den Hund betreut. Ob Sie nun eine gute Betreuung für Ihr Tier während Ihres Urlaubs suchen oder den Hund gleich mitnehmen – wir haben die besten Tipps für Sie:

1. Urlaub ohne Hund und Katze – so sind sie gut betreut

Welcher Tierbesitzer kennt das nicht – der Abschied von seinem Hund oder seiner Katze am Tag der Abfahrt in den Urlaub fällt ungeheuer schwer. Wenn man seinen Liebling dann noch in der Notlösung Tierpension abgeben muss, ist ein sorgenfreier Urlaub fast unmöglich. Die Gedanken kreisen doch immer wieder um den Hund oder die Katze. Hier unsere Tipps, wie sich Ihr Tier in Ihrer Abwesenheit trotzdem wohl fühlt:

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bei vertrauten Menschen

Viele Tierbesitzer haben das Glück, Ihren Hund während des Urlaubs bei Verwandten unterbringen zu können. Wer diesen Luxus nicht hat, sucht für seinen Hund oft einen Platz in einer Hundepension.

Bei Katzen ist die Unterbringung während der Urlaubszeit noch um einiges schwieriger. Besonders, weil sie als Freigänger in ihrer gewohnten Umgebung bleiben wollen.

Welche Alternativen zur Betreuung bei Verwandten oder in einer Hundepension gibt es?

Da denke ich besonders an liebe Nachbarn. Eine gute Nachbarschaft ist nicht mehr selbstverständlich, aber wer sich selbst bemüht, ein guter Nachbar zu sein, hat auch bessere Chancen auf eine gute Nachbarschaft 🙂

 

 

Es gibt aber auch eigene TierbetreuerInnen, die nach Hause kommen und sich um Ihr Tier kümmern. Je nach Absprache gehören das Füttern, sauber machen, spielen, etc. zu den Aufgabenbereichen. Für Hunde wird oft auch das Gassigehen oder die Betreuung bei dem/der TiersitterIn zu Hause angeboten. Tierbetreuung ist ein freies Gewerbe und darf von jedem angeboten werden, deshalb sollten Sie hier genau überprüfen, wem man seinen Liebling anvertraut. Vor allem muss die Chemie zwischen den Menschen und Tieren passen. 

Außerdem sollten Sie sich informieren welche Erfahrung der/die TiersitterIn hat, wie lange bietet er/sie seine/ihre Dienste schon an? Welche Tiere werden betreut – weniger ist mehr, es ist unwahrscheinlich, dass sich jemand mit allen Tierarten gut auskennt. Wird das Tier als Individuum angesehen und auf spezielle Bedürfnisse eingegangen? Werden Zusatzleistungen wie Medikamente geben, Blumen gießen oder Post holen angeboten? Unfälle können passieren – hat er oder sie eine entsprechende Berufshaftungsversicherung?

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in vertrauter Umgebung

Zuhause ist es doch bekanntlich am Schönsten – das gilt vor allem für Katzen, aber auch ängstliche Hunde fühlen sich in gewohnter Umgebung am Wohlsten.

Bereiten Sie Ihr Zuhause darauf vor, dass der Tierbetreuuer alles findet, und Ihren Tieren viele Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Beschäftigungsmöglichkeiten können Spielzeug, Kauartikel, Intelligenzspiele oder auch einfach ein geöffneter Vorhang sein, denn auch das Beobachten von dem Geschehen draußen ist für Tiere ein interessanter Zeitvertreib.

Ganz wichtig ist natürlich für Freigänger wie für Hunde die mit einem Tierbetreuuer zurückbleiben der Zugang in den Garten. Dort können Sie Duftspuren nachgehen, ihr Geschäft erledigen und noch besser beobachten.

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mit vertrauten Abläufen

Haben Sie jemanden im Kopf, der Ihren Hund oder Ihre Katze bei Ihnen zu Hause betreuuen kann? Dann nutzen Sie jede Gelegenheit, damit sich Ihr Liebling und der Tierbetreuer vertraut machen können.

Beachten Sie, dass Hunde nie länger als 6 Stunden allein bleiben sollten und auch das nur, wenn sie trainiert wurden.

Zusätzlich geben Sie dem Betreuer folgende Informationen über Ihren Liebling weiter:

      • Welche Eigenheiten hat Ihr Tier (beispielsweise Angst vor anderen Menschen oder Tieren, bestimmte Stellen an denen es nicht angefasst werden mag, …).
      • Gibt es feste Regeln für das Tier (darf nicht aufs Sofa oder dergleichen).
      • Gibt es fixe Rituale wie z.B. Spielzeit am Vormittag, Futter am Nachmittag oder um 14 Uhr Mittagsruhe
      • Wie lauten die Signale/Kommandos die der Hund kennt?
      • Wann bekommt es Futter und wieviel, welche Leckerlies dürfen gegeben werden.
      • Hat es Unverträglichkeiten oder Allergien, wie soll die Betreuerin im Falle eines Unfalls handeln? 
      • Zu welchen Zeiten darf Ihr Hund oder Ihre Katze ins Freie bzw. ab wann muss er/sie im Haus bleiben?
      • Geben Sie dem Betreuer die Fernbedienung oder den Zugang zur App für Ihre Tiertüre.

 

 

2. Urlaub mit Hund – so wird es ein unvergessbares Erlebnis!

Um sich Stress und Ärgernis zu sparen, ist es wichtig, alle nötigen Informationen einzuholen. Der Urlaub beginnt damit, nötige Sachen im Voraus zu erledigen. Alles hängt davon ab, wohin der Urlaub geht. Informieren Sie sich gut über Ihr Urlaubsziel, sowie die Regeln zum Thema Hund. Andere Länder – Andere Sitten!

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Gesundheitscheck

Bevor die Reise losgehen kann, sollte vorab gesundheitlich abgeklärt werden, ob Ihr Hund wirklich körperlich und mental fit genug ist. Am besten Sie planen die gesundheitlichen Aspekte schon 3-4 Monate vor der Reise, da in manchen Ländern zum Beispiel eine Tollwuttierbestimmung erforderlich ist und gegebenen falls noch nachgeimpft werden kann. 

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Die richtige Unterkunft

Sie haben ein Reiseziel gefunden, dass sowohl Ihnen, Ihrem Hund und allen weiteren Mitreisenden zusagt? Herzlichen Glückwunsch! Damit ist der erste Schritt getan. Die nächste Hürde ist es nun, eine geeignete Unterkunft vor Ort zu finden. Egal ob Ferienwohnung, Hotel oder Campingplatz: Hunde müssen ausdrücklich erlaubt sein!

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, fragen Sie im Zweifel vorher lieber mehrmals nach, ob Sie Ihren Hund wirklich mitbringen dürfen. Beachten Sie, dass die Kosten für Hunde in Hotels hoch anfallen können. Viele Betreiber entscheiden auch manchmal nach Rasse oder Größe des Hundes.

 

Sind Hunde erlaubt, sollten Sie im nächsten Schritt prüfen, ob in der Umgebung genügend Auslaufmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ein Hotelzimmer im sechsten Stock ohne Balkon ist eher ungeeignet. Ein Ferienhaus mit eigenem Garten oder zumindest eine Ferienwohnung im Erdgeschoss mit ein wenig Grünfläche vor der Tür sind sicherlich empfehlenswerter. Auch ein Campingurlaub mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil, bei dem der Hund viel Zeit an der frischen Luft verbringt, bietet sich an. Ebenfalls interessant vorab zu wissen ist, ob für den Fall der Fälle in der Nähe vielleicht in Tierarzt ist.

Wer nimmt den Hund, falls Sie sich einmal etwas ohne dem Hund ansehen möchten? Informieren Sie sich, ob vor Ort vielleicht sogar eine Hundebetreuung angeboten wird. 

Die Reise in das Ausland mit dem Hund

Bei Reisen ins Ausland sollten Sie sich über die Einreisebestimmungen informieren. Welche Impfung ist in welchem Land notwendig? Ist dort ebenfalls der Chip eine Pflicht? Müssen eventuell weitere Behandlungen durchgeführt werden, wie beispielsweise eine Wurmkur?

Bei Reisen in Nicht-EU Länder auch an die Wiedereinreisebestimmungen denken. Welche Krankheiten gibt es in dem Land, die für meinen Hund gefährlich werden könnten? Welche Vor- und Nachsorge muss ich treffen?

Haustiere benötigen auf allen Auslandsreisen (auch in Nicht-EU-Länder) den EU-Heimtierausweis, den man bei jedem Tierarzt erhält. Dieser Ausweis zeigt, dass das Tier per Mikrochip gekennzeichnet ist und gegen Tollwut geimpft wurde.

Hundehotels

Immer mehr Unterkünfte spezialisieren sich auf Übernachtungsangebote, die Wellness sowohl für Tier als auch Mensch versprechen. Die oberste Priorität sind hundefreundliche Serviceleistungen uns das Schaffen von tierischen Wohlfühl-Unterkünften. Mancherorts werden neben Gassi-Diensten auch Tagesbetreuungen, Hundeparcours. geführte Hundewanderungen, eingezäunte Auslaufzonen, Hundebadeplätze, ein Besuch beim Hundefrisör sowie ein Tierarzt-Service angeboten. 

(evt. Kooperation mit hundehotel.info?)

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Checkliste - was braucht Ihr Hund im Urlaub?

Auch Hunde haben bei Reisen ihr üppiges Gepäck. Um für alle Fälle gewappnet zu sein, dürfen natürliche einige Dinge nicht fehlen. Ob Sonnenschutz im Sommerurlaub, oder dicke Mäntel und Jacken im Winterurlaub – so wie bei Mensch als auch bei Tier – der Kofferinhalt muss an die Jahreszeit sowie an das Klima des Reiseziels angepasst werden.

Reiseapotheke für den Hund

Vorab ist es wichtig, den Versicherungsschutz Ihres Hundes zu prüfen. Da Verletzungen oder Krankheiten nicht vorherzusehen sind und diese leider auch im Urlaub auftauchen könnten, ist eine medizinische Grundausrüstung das A und O. Diese Dinge sollten enthalten sein:

      • Desinfektionsmittel für die Erstversorgung von Wunden
      • Fieberthermometer
      • Mittel gegen Durchfall
      • Mullbinden für Verbände und blutende Wunden
      • eine flache Pinzette zum Entfernen von Splittern
      • eine Zeckenzange
      • Flohspray oder -Puder

 

Was außer dem EU-Heimtierausweis noch in den Hundekoffer muss:
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        • Brustgeschirr – am besten mit einer Telefonnummer versehen!
        • Leine
        • Maulkorb
        • Hundefutter
        • Kauartikel
        • Hundenapf und Trinkflasche Tipp: eventuell auch einen faltbaren Wasser- und Futternapf für unterwegs
        • Hundedecke bzw. Hundebett
        • Hundekotbeutel
        • Bürste
        • Hundehandtuch
        • …und natürlich ganz viele Leckerlies! 🙂

Ebenfalls finden auch persönliche Dinge wie die Lieblingsspielzeuge, auf die der Hund während dem Urlaub nicht verzichten möchte, gerne im Koffer platz. Wenn der Vierbeiner eine mobile Transportbox kennt und mag, kann diese gut genutzt werden.

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Reisen mit Hund - die richtigen Verkehrsmittel

Gerade die An- und Abreise ist sowohl für die Fellnasen als auch Frauchen und Herrchen mit purem Stress verbunden. Bevor Sie eine Reise für die ganze Familie buchen, ist es wichtig festzustellen, welche Reisemöglichkeit für Ihren Hund die Beste ist.

Autoreisen

Am optimalsten für die Urlaubsreise bietet sich das Auto an, denn das kennt Ihr Hund bereits. Hier gilt das oberste Gesetz: Sicherheit beachten! Ihr Hund sollte im hinteren Teil des Autos sicher untergebracht werden. Sicherheitsgurte, Abtrenngitter oder Transportboxen schützen nicht nur Hund und Mensch, sondern sind in den meisten Ländern sogar verpflichtend. TÜV geprüfte Transportboxen sind bei dieser Entscheidungsfindung die sicherste Wahl. Mit der Gewöhnung an die Fahrt in der Box sollte im besten Falle schon Wochen vor der Reise langsam begonnen werden. Ist Ihr Hund and das Autofahren noch nicht gewöhnt, dann sollte das im Vorfeld trainiert werden.

Tipp: Um das Fahren am Effektivsten zu üben, sollten die Fahrten stets mit positiven Erlebnissen verbunden werden und die Dauer langsam gesteigert werden.

Vor der Abfahrt füttern Sie Ihrem Vierbeiner keine großen Mahlzeiten und halten Sie während der Fahrt regelmäßige Trink- sowie Auslaufpausen ein. In den wärmeren Jahreszeiten achten Sie auf eine angenehme Temperatur im Auto. Um vor unangenehmen Sonnenstrahlen zu schützen, bringen Sie einen Sonnenschutz an den Fenstern an. 

Sie müssen kurz etwas von der Tankstelle holen oder gehen Mittagessen in der Raststätte? Lassen Sie dabei niemals Ihren Hund im Auto zurück! Die Gefahr eines Hitzeschlags ist im Sommer viel zu groß.

Flugreisen

Fliegen bedeutet für die meisten Hunde Stress – schließlich fliegt man ja nicht jeden Tag! Im Vorhinein muss abgeklärt werden, ob, und zu welchen Bedingungen, die Fluglinie zulässt Tiere zu transportieren. Bei manchen Fluglinien können kleinere Hunde (max . 8 kg) in einer Transportbox sogar in die Kabine mitgenommen werden.

Bezüglich Ihres Hundes müssen Sie sich zunächst einmal die Frage stellen, ob das Fliegen für Ihren Hund zumutbar ist. Ist Ihr Vierbeiner gesund, kann er alleine in einer Transportbox bleiben und sich auch in der Nähe von (möglichen) fremden Tieren und in lauter Umgebung einigermaßen entspannen? Beachten Sie, dass vor dem Check In der Hund noch körperlich und geistig ausgelastet werden kann und die Möglichkeit hat, seine Geschäfte zu verrichten. Am Tag davor sollte Ihre Fellnase nur eine kleine Mahlzeit zu sich nehmen und am Tag des Fluges möglichst nüchtern gelassen werden.

Tipp: Generell wirkt sich allerdings Kauen und Schlecken in der Transportbox positiv auf den Druckausgleich aus und beruhigt!

Öffentliche Verkehrsmittel 

Ob Bus, Zug, Seilbahn oder Gondel – grundsätzlich können Hunde in allen Verkehrsmitteln mitgenommen werden, es herrscht allerdings überall Leinen- und Maulkorbpflicht! Wichtig ist natürlich der Respekt: Achten Sie immer darauf, dass andere Fahrgäste nicht durch die Mitnahme Ihres Vierbeiners gestört werden oder sich belästigt fühlen. 

Sehr kleine Hunde in einer Hundebox und in den Behindertenpass eingetragene Assistenzhunde fahren in ÖBB Zügen in Österreich kostenlos im Zug mit. Ist der Hund nicht in einer Box, bezahlen Sie für die Mitnahme 10 % des Vollpreises (=Standardticket), mindestens jedoch 2 Euro.  Auch hier gilt Leinen- und Maulkorbpflicht und Ihr vierbeiniger Begleiter darf nur von Ihnen beaufsichtigt auf dem Boden sitzen. Bitte informieren Sie sich vorher über die entsprechende Verbindung!

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Die Ankunft am Reiseziel

Der erste Schritt der getätigt werden muss, ist gleich einmal Gassi zu gehen damit sich der Hund lösen kann. Das Hotelzimmer, das Ferienhaus oder den Campingplatz auch für den Hund gemütlich machen und Dinge die er zerstören könnte lieber wegräumen. Bieten Sie Ihrem Vierbeiner sofort Wasser und etwas zu Fressen an. Lassen Sie Ihren Hund erstmal gemütlich ankommen und ruhen und versuchen Sie ihn nach der langen und anstrengenden Fahrt nicht zu überfordern.

Ist der erste Stress abgeklungen und Sie und Ihr felliger Begleiter seid wohl auf, geht es ans Umgebung erkunden und den Urlaub mit Ihrem Hund genießen! 

Michaela Strohmayer

Michaela Strohmayer

Die Empfehlungen stammen von der tierschutzqualifizierten Hundetrainerin und staatlich beauftragten Therapiebegleithundeprüferin Michaela Strohmayer.

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